Mai 072024
 

Am Ende einer schwierigen Saison konnten wir durch einen 6,5 zu 1,5 Erfolg über den SV Bocholt den Klassenerhalt sichern. Am Ende wurden wir Tabellenfünfter. Hier der Link zur Seite des SV Münsterland: https://www.svmuensterland.de/mannschaft-svml/verband/regionalliga.html

Apr 302024
 

Viertelfinale

Partie 1: Ratert – Langhans 1:0

Partie 2: Hemmert – Langhanke 1:0

Partie 3: Kaltmeier – Horstmann 0 : 1

Partie 4: Winter => Freilos

Halbfinale

Partie 5: Ratert – Hemmert

Partie 6: Horstmann – Winter

Finale

Partie 7: Sieger Partie 5 – Sieger Partie 6

 

Am 29.04.2024 wurde die letzte Partie des Viertelfinals zwischen Matthias Kaltmeier und Michael Horstmann ausgetragen.

Und es war wieder ein echter Pokalfight. Am Ende zog Michael mit einem Sieg gegen unseren aktuellen Vereinsmeister in das Halbfinale ein. Es folgen ein paar Momentaufnahmen der Partie:

(Stellung nach 12. … e5)

Die Eröffnungsphase ist beendet. Die Partie dürfte sich in einem dynamischen Gleichgewicht befinden. Weiß besitzt das Läuferpaar und hat etwas Übergewicht im Zentrum. Schwarz hat sich grundsolide aufgebaut. Sein Läufer auf b7 schaut bereits auf g2.

(Stellung nach 19. Sfg4)

Weiß hat nun einen Bauern mehr und dominiert den Damenflügel. Schwarz hofft demgegenüber einen Angriff auf den weißen König starten zu können. Seine beiden Springer wirken bedrohlich. Auch schielen die schwarze Dame und eventuell der Turm e8 (über e6) auf den weißen König. Noch nicht zu sehen ist, wie der schwarze Läufer auf b7 in das Geschehen eingreifen kann. Dieser wird durch seinen eigenen Bauern auf e4 noch vom Angriff ausgeschlossen, deckt diesen aber zugleich. Matthias griff mit dem nun folgenden 20. h3? fehl. Mit Teb1 hätte er wohl die schwarzen Springer noch ignorieren und selbst weiter aktiv werden können. Die Engine sieht Weiß danach etwas im Vorteil. Michael ließ sich nach 20. h3 aber nicht zweimal bitten:

(Stellung nach 20. … S:f2!)

20. … S:f2! Weiter ging es dann mit 21. K:f2 Dh4+ 22. Kf1 Te6 23. Dd1 Tf6+ 24. Kg1

(Stellung nach 24. Kg1)

Bis hierhin hat sich Michael eine Gewinnstellung erarbeitet. Aber was gewonnen erscheint, muss noch lange nicht gewonnen sein. Das folgende 24. … Df2+ ist zwar verlockend, aber ein Fehler, der die Partie noch hätte verlieren können. Richtig wären 24. Sf3+ (sehr taktisch!), Td8 oder Tg6 gewesen.

Es folgte also 24. … Df2+? dann 25. Kh1 Tg6 und nun 26. Lf1??

(Stellung nach 26. Lf1)

Richtig gewesen wäre 26. Tg1! Dies deckt den Bauern auf g2 mit der Möglichkeit den Bauern auf g2 auch noch durch die Dame von f1 aus zu decken und zugeich über die f-Linie aktiv zu werden. Wie reagierte Michael: mit 26. … Sf3!

(Stellung nach 26. … Sf3)

und nun – „bei bester weißer Verteidigung“ -Matt in 9 Zügen. Es ging dann aber doch ein wenig schneller: 27. S:f3 e:f3 28. Tb2 f:g2+ 29. L:g2 L:g2+ 30. Kh2 Dg3+ 31. Kg1 Lf3+ 32. Kf1 Dg1 Matt

(Schlusstellung)

Regionalliga Nachholspiel

 Posted by on 29. März 2024 at 21:03  Uncategorized  No Responses »
Mrz 292024
 

Am 23.02.24 hatten wir die Schachfreunde aus Beelen zu Gast. Beelen reiste dabei als Tabellenletzer an. Leider mussten wir mehrere Stammkräfte ersetzen, aber die 2. Mannschaft half uns, wie schon in der gesamten Saison, mit Ersatzspielern aus. Diesmal kamen Reinhold, Husi und Hans zum Einsatz.

Der Mannschaftskampf begann mit einem Remis von Günther an 3. Brett. Hier die Schlusstellung nach 19. … Se4

Der Gegner von Stephan an Brett 1 wählte eine ungewöhnliche Eröffnungsvariante. Es entstand eine komplizierte Stellung, in welcher Stephan zwischenzeitlich 2 Baunern mehr hatte. Allerdings hatte sein Gegner immer ein aktives Gegenspiel. Einen Bauern gab Stephan zurück, einen weiteren eroberte sein Gegner. Am Ende einigten sich beide Spieler vor einer bevorstehenden Zugwiderholung auf ein Remis. Hier die Stellung nach 3. h4 !?

Jörg könnte kam mit den weißen Steinen angenehm aus der Skandinavischen Eröffnung heraus. Der Vorteil verflachte schließlich zu einer ausgeglichenen Stellung. Sein Gegner fand jedoch keinen Plan, machte ein paar ungenaue Züge und hatte plötzlich eine Qualität weniger. Als er dies erkannte, gab er umgehend auf. Hier die Schlusstellung nach 26. Sb4

Reinhold erwischte keinen allzu guten Tag. Zwar konnte er zwischenzeitlich einen Bauern gewinnen. Dies geschah aber auf Kosten der Königssicherheit und der kompletten Aufgabe der d-Linie. Sein Gegener nutze seine Chancen gandenlos aus und zwang Reinhold so zur Aufgabe. Hier hätte Reinhold mit 18. c3 Gegenwehr leisten können. Nach 18. Dc3 d4 war schon nicht mehr viel zu machen.

Guido spielte mit den schwarzen Steinen und konnte in einer komplizierten Stellung einen leichten Vorteil erringen. Allerdings verlor er etwas den Faden, ließ einen gegnerischen Springer in seine Stellung eindringen und musste in schwieriger Stellung Materialverlust hinnehmen, worauf er schließlich die Partie aufgab. Bis 16. … Df7 war noch alles in Ordnung, wenngleich schon recht komliziert.

Husi erereichte eine überlegene Stellung, konnte den Vorteil jedoch nicht festhalten und musste in ausgeglichener Stellung in das Remis einwilligen. Hier eine Momentaufnahme nach 27. Te4. Schwarz steht einfach nur angenehm.

Unser Mannschaftskapitän Matthias kam mit deutlichen Vorteil aus der Eröffnung, übersah jedoch eine Taktik und musste die Qualität geben. Er spielte jedoch hartnäckig weiter und konnte schließlich die Dame für zwei Türme gewinnen. Wie die Partie ausgegangen wäre ist sicher unklar. Die Engine schätzte die folgende Schlussstellung (Schwarz ist am Zug) als ausgeglichen ein.

Altmeister Hans spielte einmal mehr sehr gutes Schach. Er entwickelte gut, stellte die Figuren auf gute Felder und erreichte eine überlegene Stellung. Mit einem taktischen Motiv hätte er diese in eine Gewinnstellung umwandeln können. Leider machte er dann ein paar schlechter Züge, verlor Material und geriet nun in eine Verluststellung. Das Remisangebot seines Gegners, welches zum 4,5 zu 3,5 für Beelen genügte, nahm er schließlich an. Hier die Stellung nach 21. … f:e6. Hans setzte mit 22. Dd2 fort, woraufhin die Stellung nach 22. … Df7 im dynamischen Gleichgewicht war. Züge wie 22. L:g5 oder 22. De4 sind aus Sicht der Engine deutlich vorteilhaft für Weiß. Ihr könnt Euch ja mal in die Stellung vertiefen 😉

Ein nicht unverdienter 4,5 zu 3,5 Sieg für Beelen, wenngleich auch wir hätten gewinnen können. Aber hätte, hätte … Nun gilt es in den verbleibenden zwei Runden mindestens einen Punkt für den Klassenerhalt zu holen oder auf die Mithilfe anderer Mannschaften zu hoffen. Zum nächsten Spiel erwartet uns der Tabellenführer aus Gronau.

Regionalliga Runde 7

 Posted by on 3. März 2024 at 16:09  Uncategorized  No Responses »
Mrz 032024
 

In der 7. Runde der Regionalliga hatten wir die Schachfreunde der 4. Mannschaft des SK Münster zu Gast. Unser Ziel, uns durch einen Sieg im Mittelfeld festzusetzen konnten wir durch einen 4,5 zu 3,5 erreichen. Als erster beendete Günther seine Partie mit einem Remis. Mit den weißen Figuren hätte er in der Skandinavischen Eröffnung mittels des aggressiven Bauernzuges g2 – g4 einen deutlichen Stellungsvorteil erreichen können. Leider entschied er sich gegen diesen Zug und einigte sich mit seinem Gegner kurz drarauf auf ein Remis. Durch eine soverän geführte Partie brachte uns Guido frühzeitig in Führung. Ihm gelang es in der Abtauschvariante der Fränzösichen Eröffnung recht schnell Material zu gewinnen. Der Rest war dann eine Frage der Technik. Anschließend erreichten Jens, Matthias und Jörg ein Remis, so dass wir mit 3 :2 führten. Bei Husi ging es auf dem Brett hin und her. Beide Spieler hätten die Partie für sich entscheiden können. In der Schlussstellung sah Husi keinen Gewinnweg und einigte sich mit seinem Gegner auf remis. Die starken Rechner schätzten die Stellung für Husi als gewonnen ein, aber es sind halt auch Maschinen. Stephan an Brett 1 blieb es dann überlassen, mit einem Sieg auch den Mannschaftssieg sicherzustellen. In einer komplizierten Partie griff sein Gegner fehl, was Stephan gnadenlos ausnutze und seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Leider verlor Franz-Josef seine Partie. Er stand in der gesamten Partie unter Druck. An unserem Erfolg änderte dies jedoch nichts mehr. Als nächstes steht nun unser Nachholspiel gegen Beelen an.

Hier eine Momentaufnahme – ich versuche gerade Partien und Diagramme einzubinden 🙂 – der Partie Leder (Weiß) – Langhans (Schwarz). Es folgte noch 23. Kg1 Sg5 24. Dc3 Remis.

Licht und Schatten bei der 1. Mannschaft

 Posted by on 20. Februar 2024 at 12:00  Uncategorized  No Responses »
Feb 202024
 

5. Runde der Regionalliga: SC Klein-Berlin Rheine 1 – Rochade Emsdetten 1

In der fünften Runde der Regionalliga kehrten die Schachspieler des SC Klein-Berlin Rheine in die Erfolgsspur zurück. Gegen den bisher viermal siegreichen Tabellenführer Rochade Emsdetten siegten sie deutlich mit 5,5:2,5. Erneut mussten zwar einige Stammspieler ersetzt werden, aber dennoch blieben alle Rheinenser Spieler ungeschlagen. Der Mannschaftskampf begann mit drei schnellen Remis. Matthias Ratert (Brett 5), Michael Horstmann (Brett 7) und Matthias Kaltmeier (Brett 8) einigten sich mit ihren Gegnern schnell auf dieses Ergebnis. Im ausgeglichenen Mittelspiel steuerte dann auch Guido van Dijk am fünften Brett ein Unentschieden bei, sodass die Entscheidung an den ersten vier Brettern fallen musste. Zu  dieser Zeit stand Stephan Ottens am ersten Brett schon deutlich besser als sein Gegner. Er hatte eine verfehlte Kombination seines Kontrahenten widerlegt, einen Bauern gewonnen und eine überlegene Stellung erlangt. Daher dauerte es auch nicht lange, bis sein Gegner die Waffen streckte. Am zweiten Brett sahen weder Andreas Brümmer noch sein Gegenüber Chancen für Gewinnversuche und man einigte sich wieder auf ein Remis. Die Entscheidung musste jetzt in den letzten beiden noch laufenden Partien fallen. In der Partie von Jörg Langhans (Brett 3) griff sein Gegenüber am Damenflügel an, während Langhans versuchte, durch einen Angriff am Königsflügel Entlastung zu schaffen. In beginnender Zeitnot konnte er durch ein Figurenopfer mit anschließendem Matt-Angriff die Partie für sich entscheiden. Damit waren die für den Mannschaftssieg notwendigen 4,5 Punkte erreicht. Den Schlusspunkt setzte dann Günther Langhanke am vierten Brett. Er hatte gleich nach der Eröffnung die Initiative ergriffen und übte ständig Druck auf die Stellung seines Kontrahenten aus.  Langhanke gewann dann im vierzigsten Zug einen Bauern, was seinen Gegner veranlasste, die perspektivlose  Partie aufzugeben. Mit diesem Sieg haben sich die Rheinenser erst einmal im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt und können den nächsten Mannschaftskämpfen zuversichtlich entgegensehen.

(von Günther)

6. Runde der Regionalliga: TV Borken 1 – SC Klein-Berlin Rheine 1

Die nächste Runde führte uns nach Borken. Verstärkt durch drei Spieler der 2. Mannschaft gelang es uns leider nicht, an den Sieg der Vorrunde anzuknüpfen. Zuerst einigte sich Uli an Brett 8 mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung auf ein Remis. Matthias (Brett 5) leistete sich in der Eröffnung eine Ungenauigkeit, indem er seine Dame auf ein schlechtes Feld stellte und sich dann gezwungen sah, sein Läuferpaar abzugeben. In einer für Matthias etwas schwieriger zu spielenden Stellung nahm sein Gegner jedoch dessen Remisangebot an, so dass es weiter unentschieden stand. Franz-Josef geriet in seiner Partie an Brett 7 recht früh unter Druck. Sein Gegner verbesserte seine Stellung Zug um Zug, so dass Franz-Josef recht bald aufgab. Nachdem sich Sven an Brett 2 mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung auf ein Remis einigte, benötigten wir an den letzten vier Brettern noch mindestens einen Sieg, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Die Partie von Günther endete nach fehlerlosem Spiel von ihm und seinem Kontrahenten Remis. Jörg (Brett 3) gelang es, mit spürbarem Vorteil aus der Eröffnung zu kommen. Aufgrund eines Rechenfehlers gab er diesen Vorteil leider aus der Hand und es entstand trotz eines Minusbauern ein komliziertes, sich aber im dynamischen Gleichgewicht befindliches  Mittel- und sodann Endspiel. Leider ließ er sich in beiderseitiger Zeitnot Matt setzen. Michael an Brett 6 musste nach einer komplizierten Partie ebenfalls die Waffen strecken, so dass die Mannschaftsniederlage nicht mehr abzuwenden war.  Lediglich Stephan an Brett 1 zeigte sein spielerisches Können und zwang den bis dahin in fünf Partien siegreichen Spitzenspieler der Borkener in die Knie. In der Spanischen Eröffnung konnte er mit den weißen Steinen eine ausgeglichene Stellung erreichen, übte aber immer etwas Druck aus. In einem Turmendspiel könnte er schließlich erst einen und dann einen zweiten Bauern gewinnen und schließlich verdient einen vollen Punkt einfahren. Am Ende siegten die die Gastgeber des TV Borken verdient mit 5 zu 3 Punkten. In der nächsten Runde der Regionalliga erwarten wir dann die 4. Mannschaft des SK Münster.

(von Jörg)